Das erste Football-Training
Veröffentlicht: 19. April 2007, 12:00 Uhr
Zwar hatte ich bereits im letzten Jahr wieder damit angefangen mich sportlich zu betätigen, dies jedoch mangels Motivation, Erfolgserlebnissen (und wahrscheinlich auch Talent) bereits nach kurzer Zeit auf ein Minimum reduziert und schließlich gänzlich eingestellt. Die Rede ist vom sogenannten Aggressive Skating, bei dem über Halfpipes und andere Hindernisse gefahren, gesprungen und gestürzt wird. Alles in allem also eher der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Eisen als ein regelmäßiger Ausgleich.
Anfang Februar verfolgte ich dann mit großem Interesse die Live-Übertragung des Supwer Bowl XLI in der ARD. Nach diversen Football-Filmen wie etwa An jedem verdammten Sonntag, Friday Night Lights und Helden aus der zweiten Reihe die ich mir in den Monaten darauf ansah, begann mich diese Sportart mehr und mehr zu interessieren. Schließlich begann ich damit im Internet nach Spielprinzip, -regeln und Teams zu recherchieren.
So erfuhr ich kurze Zeit später und nach einer Unterhaltung mit einem Arbeitskollegen eher per Zufall das es ein Team in Ravensburg gibt. Ich zögerte nicht lange und schrieb dem Coach eine E-Mail. Am selben Abend noch erhielt ich die Antwort ich könne gerne einmal zum Training kommen. Gesagt – getan!
Am gestrigen Mittwochabend war des dann so weit. Zunächst liefen wir die übliche Aufwärmrunde: eine Runde um den Fußballplatz, die Tribüne zwei mal rauf und wieder runter und schließlich zurück. Danach folgten ausführliche Dehnübungen in allen möglichen Variationen und Formen, gefolgt vom Bein- und Reflextraining. Kurz darauf ging es weiter mit Wurftraining für den QB (Quarterback) und Fangtraining für Receiver. Von 10 Bällen die ich im vollen Lauf fangen sollte gingen 9 daneben, einer traf mich am Helm.
Später des Abends wurden diverse Spielzüge trainiert wobei ich in der Defense auf die Position des CB (Cornerback) gesetzt wurde, um Passspielzüge über die Außenbereiche zu verhindern. Oft habe ich es geschafft die Deckung gegenüber dem WR (Wide Receiver) der Offense zu halten, manchmal zog er aber auch ziemlich weit davon. Danach wurde ich noch einmal in die Position des DE (Defensive End) gesetzt um direkt an der Spiellinie, auch LoS (Line of Scrimmage) genannt, zu agieren. Dort sollte ich Druck auf die Offense ausüben und die RB (Runningback) stören.
Was mir besonders gut an dieser Sportart gefällt ist der Aufbau des Spiels: Es ist nicht nur ein stupides “Hinter dem Ball herlaufen” sondern ein von Taktik und einzelnen Spielzügen geprägtes Spiel. Ich hatte mir sogar schon Sorgen um meine Kondition gemacht, jedoch konnte ich den Abend über ganz gut mithalten. Zumindest hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl nicht mehr weiter machen zu können.
Alles in allem hat mir das Training viel Spaß gemacht und ich werde sicherlich auch trotz meines Muskelkaters und ein paar Schrammen an den Armen zum nächsten Training kommen. Mal schauen wie’s nun weiter geht.
Wer übrigens mehr über diese sehr interessante Sportart erfahren möchte kann sich bei Wikipedia informieren – dort gibt es auch viele weiterführende Links.